Bilder-Interessentest zu Natur- und Technik-Tätigkeiten

Zyklus 2

Naturwissenschaftlich-technische Lerninhalte lassen sich über drei Dimensionen beschreiben: fachliches Gebiet, Kontext und Tätigkeit. Besonders motivierende Lerninhalte haben für Schüler*innen einen alltagsnahen Kontext und regen zu praktischen sowie kooperativen Tätigkeiten an.

Beispiele für alltagsnahe physikalische Kontexte sind Rucksacktragen, Schaukeln, Werkzeuge nutzen oder Kraft sparen. Dazu passende Tätigkeiten sind etwa Konstruieren, Optimieren, Skizzieren, Erklären und Austauschen.

Interessen sichtbar machen

Da die Interessen von Kindern unterschiedlich ausgeprägt sind, kann es sinnvoll sein, individuelle Interessenprofile im Bereich naturwissenschaftlich-technischer Tätigkeiten zu erfassen.

Der Bilder-Interessentest macht diese Interessen sichtbar. Dazu werden den Schüler*innen 18 Bilder mit dazugehörigen Fragen vorgelegt. Für die Bearbeitung benötigen sie zusätzlich das Testblatt

Durchführung

Die Schüler*innen geben in Spalte A des Testblattes zu jedem Bild von A bis R ihr Interesse an. Dafür nutzen sie die angegebene Skala und setzen in jeder Zeile ein Kreuz auf die passende Zahl: 

0 = interessiert mich nicht

1 = interessiert mich eher nicht

2 = interessiert mich eher

3 = interessiert mich

 

Die angekreuzten Werte werden anschliessend in Spalte B übertragen und für die sechs Interessenbereiche addiert.

In Spalte C können die Ausprägungen der Interessenbereiche in einem Spider-Diagramm grafisch dargestellt werden.

Beispiel ausgefüllter Bilder-Interessentest
Beschreibungen der Tätigkeitsbereiche

Ergebnisse nutzen

Die grafische Darstellung kann genutzt werden, um über gemeinsame und unterschiedliche Interessen nachzudenken und zu sprechen. Sie kann auch dabei unterstützen, bei naturwissenschaftlich-technischen Gruppentätigkeiten ähnliche oder unterschiedliche Interessen gezielt zusammenzubringen.

Materialien für die Durchführung des Interessentests

Literatur

Der Interessentest basiert auf den Arbeiten der Autorinnen und Autoren der unten angeführten Literatur und beinhaltet eigene Weiterentwicklungen und Ausgestaltungen.​

​Dierks, P., Höffler, T. & Parchmann, I. (2014). Interesse von Jugendlichen an Naturwissenschaften. Ist es wirklich so schlecht wie sein Ruf? Chemkon, Volume 21, Issue 3, S 105-154.​

Hartinger, A. & Fölling-Albers, M. (2001). Interessenorientiertes Lernen als Aufgabe der Schule. In W. Metzler & U. Sandfuchs (Hrsg.). Was Schule leistet: Funktionen und Aufgaben von Schule, S 125-147. Weinheim: Juventa.​

Holland, J. L. (1959). A theory of vocational choice. Journal of Counseling Psychology, 6, 35–45. https://doi.org/10.1037/h0040767.​

Höft, L. (2020). Die Entwicklung des Interesses an naturwissenschaftlichen Tätigkeiten. Quer- und längsschnittliche Analyse zu Verlauf und Einflussfaktoren der Interessenentwicklung im Chemieunterricht der Sekundarstufe I und II. Kiel: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.